Schokolade & Kakao Sehr gefährlich
Giftstoff: Methylxanthine (vor allem Theobromin, dazu etwas Koffein)
Wirkung: Unruhe, starker Durst, Erbrechen, Durchfall, Hecheln, Herzrhythmusstörungen, Zittern, Krampfanfälle, im schlimmsten Fall Tod. Erste Anzeichen meist nach 2 bis 4 Stunden.
Menge: Leichte Symptome ab etwa 20 mg Theobromin + Koffein je kg, schwere ab 40–50 mg/kg, Krampfanfälle ab 60 mg/kg. Je dunkler die Schokolade, desto gefährlicher: Kakaopulver und Backschokolade über 14 mg/g, Zartbitter ca. 5 mg/g, Vollmilch ca. 2 mg/g, weiße Schokolade kaum.
Quelle: Cortinovis & Caloni 2016, ASPCA Xylit (Birkenzucker, E 967) Sehr gefährlich
Giftstoff: Xylit – setzt beim Hund viel Insulin frei
Wirkung: Starker Abfall des Blutzuckers (Schwäche, Taumeln, Krampfanfälle), oft innerhalb von 30–60 Minuten, teils bis 12 Stunden später. Leberversagen mit Blutungsneigung möglich.
Menge: Unterzuckerung schon ab 0,03 g je kg beschrieben; Leberversagen laut ASPCA-Daten ab 0,5 g je kg. Steckt in zuckerfreiem Kaugummi, Bonbons, Backwaren und Zahnpflegeprodukten.
Quelle: Cortinovis & Caloni 2016, ASPCA, Österr. Tierschutzverein Weintrauben, Rosinen, Sultaninen, Korinthen Sehr gefährlich
Giftstoff: Unbekannt (Weinsäure wird vermutet)
Wirkung: Erbrechen innerhalb von 24 Stunden, danach Nierenversagen. Hunde reagieren sehr unterschiedlich.
Menge: Keine sichere Menge bekannt. Nierenversagen wurde schon nach 4–5 Weintrauben bei einem 8,2-kg-Hund beschrieben. Jede Menge gilt als Notfall.
Quelle: Cortinovis & Caloni 2016, ASPCA, Österr. Tierschutzverein Zwiebeln, Knoblauch, Lauch, Schnittlauch Sehr gefährlich
Giftstoff: Schwefelverbindungen aus Allium-Pflanzen (Organosulfoxide)
Wirkung: Zerstörung roter Blutkörperchen (Blutarmut): erst Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, dann blasse Schleimhäute, Schwäche, schneller Atem, dunkler Urin. Oft erst nach einem oder mehreren Tagen.
Menge: Ab 15–30 g Zwiebel je kg Körpergewicht deutliche Blutveränderungen. Kochen, Trocknen und Verarbeiten machen sie nicht ungefährlich. Akita und Shiba gelten als besonders empfindlich.
Quelle: Cortinovis & Caloni 2016, ASPCA, Österr. Tierschutzverein Macadamia-Nüsse Gefährlich
Giftstoff: Unbekannt
Wirkung: Schwäche (vor allem der Hinterbeine), Erbrechen, Taumeln, Zittern, Fieber. Beginn meist innerhalb von 12 Stunden; die Hunde erholen sich in der Regel in 24–48 Stunden.
Menge: Symptome schon ab 0,7 g je kg beschrieben.
Quelle: Cortinovis & Caloni 2016, ASPCA, Österr. Tierschutzverein Alkohol Sehr gefährlich
Giftstoff: Ethanol
Wirkung: Innerhalb einer Stunde: Benommenheit, Taumeln, Unterkühlung, Übersäuerung des Blutes, bis zu Koma und Atemstillstand.
Menge: Wird sehr schnell aufgenommen – sofort zum Tierarzt.
Quelle: Cortinovis & Caloni 2016, ASPCA Roher Hefeteig Sehr gefährlich
Giftstoff: Hefe – bildet im Magen Alkohol und Gas
Wirkung: Der Teig geht im Magen auf: schmerzhaft aufgeblähter Bauch, im schlimmsten Fall Magendrehung. Dazu Alkoholvergiftung.
Menge: Lebensbedrohlicher Notfall.
Quelle: Cortinovis & Caloni 2016, ASPCA Kaffee, Koffein, Energydrinks, Tee Sehr gefährlich
Giftstoff: Methylxanthine (Koffein, Theophyllin)
Wirkung: Wie bei Schokolade: Unruhe, Erbrechen, Durchfall, Hecheln, Herzrhythmusstörungen, Zittern, Krampfanfälle.
Menge: Je mehr Koffein, desto gefährlicher.
Quelle: Cortinovis & Caloni 2016, ASPCA Hopfen Sehr gefährlich
Giftstoff: Inhaltsstoffe des Hopfens (Harze, ätherische Öle)
Wirkung: Lebensgefährliche Überhitzung (maligne Hyperthermie), Hecheln, Herzrasen, Erbrechen, Krampfanfälle – innerhalb weniger Stunden. Frischer und gebrauchter Hopfen sind gefährlich.
Menge: Greyhounds, Labrador Retriever, Bernhardiner, Pointer, Dobermann, Border Collie, English Springer Spaniel und nordische Rassen gelten als besonders anfällig.
Quelle: Cortinovis & Caloni 2016 Avocado Vorsicht
Giftstoff: Persin
Wirkung: Laut ASPCA vor allem für Vögel, Kaninchen, Pferde und Wiederkäuer gefährlich (Herzschäden). Der Österreichische Tierschutzverein warnt auch beim Hund vor Schäden an Herz und Verdauungstrakt; der große Kern kann zudem verschluckt werden.
Menge: Nicht füttern, den Kern immer außer Reichweite halten.
Quelle: ASPCA, Österr. Tierschutzverein Salz und sehr salzige Speisen Gefährlich
Giftstoff: Natrium
Wirkung: Starker Durst und Harndrang, Erbrechen, Durchfall, Zittern, Krampfanfälle, im schlimmsten Fall Tod.
Menge: Große Mengen sind gefährlich.
Quelle: ASPCA Apfelkerne Gefährlich
Giftstoff: Blausäure (Cyanid)
Wirkung: Schwindel, Atemnot, Krämpfe, Kollaps, Schock, in schweren Fällen Koma.
Menge: Kerngehäuse vor dem Füttern entfernen.
Quelle: Österr. Tierschutzverein Rosskastanien Gefährlich
Giftstoff: Saponine
Wirkung: Erbrechen, Durchfall, Krämpfe.
Menge: Nicht als Spielzeug verwenden.
Quelle: Österr. Tierschutzverein Rohe Hülsenfrüchte Gefährlich
Giftstoff: Lektine
Wirkung: Reizung von Magen und Darm.
Menge: Nur gekocht füttern.
Quelle: Österr. Tierschutzverein Gekochte Knochen Gefährlich
Giftstoff: Kein Gift – mechanische Gefahr
Wirkung: Gekochte Knochen splittern und können den Darm verletzen oder durchstoßen. Laut ASPCA können auch rohe Knochen den Verdauungstrakt verletzen oder verstopfen.
Menge: Lebensgefahr bei Darmdurchbruch.
Quelle: Österr. Tierschutzverein, ASPCA Milch und Milchprodukte Vorsicht
Giftstoff: Milchzucker (Laktose)
Wirkung: Haustiere haben wenig Laktase, um Milchzucker zu spalten: Durchfall und andere Verdauungsbeschwerden.
Menge: Größere Mengen vermeiden.
Quelle: ASPCA Nüsse (Mandeln, Pekannüsse, Walnüsse) Vorsicht
Giftstoff: Viel Öl und Fett
Wirkung: Erbrechen, Durchfall, möglicherweise Bauchspeicheldrüsenentzündung.
Menge: Nicht füttern. Macadamia-Nüsse siehe eigener Eintrag.
Quelle: ASPCA Zitrusfrüchte Vorsicht
Giftstoff: Zitronensäure und ätherische Öle (vor allem Stiele, Blätter, Schale, Kerne)
Wirkung: Reizungen; größere Mengen können dämpfend wirken. Kleine Mengen Fruchtfleisch meist nur leichte Magenverstimmung.
Menge: Schalen, Blätter und Kerne nicht füttern.
Quelle: ASPCA Kokosnuss und Kokosöl Vorsicht
Giftstoff: Öle im Fruchtfleisch und in der Kokosmilch
Wirkung: Kleine Mengen richten meist keinen ernsten Schaden an; größere Mengen können Magenverstimmung und Durchfall auslösen.
Menge: Nur in kleinen Mengen.
Quelle: ASPCA Rohes oder nicht durchgegartes Fleisch Vorsicht
Giftstoff: Bakterien wie Salmonellen und E. coli
Wirkung: Erkrankungen bei Tier und Mensch möglich.
Menge: Hygiene beachten.
Quelle: ASPCA Rohe Eier Vorsicht
Giftstoff: Ein Enzym, das die Aufnahme bestimmter Vitamine stört
Wirkung: Haut- und Fellprobleme.
Menge: Eier besser gekocht.
Quelle: ASPCA Kein Eintrag gefunden. Fehlt ein Lebensmittel nicht in der Liste, heißt das nicht, dass es ungefährlich ist.